Baseball Regionalliga
So, 25.04.10, 22:51 Uhr

Erst wackelig, dann spektakulär

Ingolstadt/Tübingen. Die Tübingen Hawks haben mit zwei 7:3- und 14:5-Auswärtssiegen gegen die Ingolstadt Schanzer einen hervorragenden Start in die Regionalligasaison erwischt.

Vorneweg, die lästigen alten Bekannten, die schlechte Offensive nämlich, waren den Hawks am Sonntag sogar bis nach Ingolstadt gefolgt. Doch zumindest in der zweiten Partie des Tages schafften es die Tübinger, den ungebetenen Besuch loszuwerden.

17 Mal trafen die Hawks den Ball des gegnerischen Werfers so gut, dass die Schanzer anschließend kein Aus machten (Fachwort: Hit). 17 Hits, diese Ausbeute reicht gerne auch für zwei Spiele (Fachwort: Offensivspektakel). Gleich im ersten Abschnitt kamen die Tübinger zu vier Punkten, legten bis zum fünften Durchgang elf Zähler nach, so dass die Partie vorzeitig ein Ende fand (Fachwort: Mercy Rule). Fast alle Hawks steuerten ihren Teil zum Kantersieg bei. „Das ist genau das, was wir drauf haben, das war super“, lobte Tübingens Trainer Daniel Helle seiner Spieler.

Geschenke von Gast und Gastgeber

Helle vergaß dabei aber nicht den wackligen Auftakt seiner Mannschaft: „Das erste Spiel haben nicht wir gewonnen, das hat Ingolstadt verloren.“ Die ersten zwei Punkte der Partie brachten die Hawks noch selbst zustande, anschließend waren sie auf Gastgeschenke der Schanzer (Fachwort: Error) angewiesen. Zwar revanchierten sich die Habichte mit einem Präsent zum 4:3-Anschluss für Ingolstadt, doch die Schanzer schenkten Tübingen umgehend den 7:3-Endstand. Ohne die gute Leistung von Tübingens Pitcher Benjamin Burkhart, der wie  Kollege Marcel Hering in Spiel zwei die Gegner stets im Griff hatte, wären die Geschenke allerdings wertlos gewesen.

Die Tübinger Werfer profitierten dabei auch von der Defensivarbeit ihrer Hinterleute. Rouven Führmann erwischte einen Läufer in letzter Sekunde am ersten Base, Oliver Maurer machte zwei Läufer im Alleingang aus (Fachwort: Double Play), legte ein weiteres Double Play in Zusammenarbeit mit Sean Cassisa nach, und Fabio Supper und Benjamin Burkhart fingen zwei Bälle im Outfield in letzter Sekunde per Hechtsprung. Sogar Trainer Helle verspürte wieder Lust aufs Baseballspielen, seine Kurzeinsätze waren aber der einzigen schlechten Nachricht des Wochenendes geschuldet: Sean Cassisa und James Price mussten verletzt raus, ihre baldige Rückkehr ist ungewiss (Fachwort: Wermutstropfen).

Hawks: Rönnfeldt (CF, 2B), Cassisa (2B), Führmann (3B), Hering (DH, P), Jeworowski (C), Burkhart (RF, P), Price (1B), Supper (LF, CF), Maurer (SS), Knuth (RF, LF), Helle (RF, 1B). 

Die Spielgemeinschaft Herrenberg/Tübingen hatte in der Softball-Bundesliga unterdessen zwei Mal gegen die Mannheim Tornados das Nachsehen. Auch die Hawks-Reserve verlor ihr Landesliga-Debüt trotz ansprechender Leistung mit 12:15 gegen die Stuttgart Reds 2.
Autor: jk