Baseball Regionalliga
Mo, 05.07.10, 11:41 Uhr

Nicht immer begeistert

Tübingen. Mit einem 11:2-Sieg und einer 2:4-Niederlage gegen die Ingolstadt Schanzer haben die Tübingen Hawks ihre knappe Tabellenführung in der Baseball-Regionalliga-Südost verteidigt. 

Eigentlich ist Sean Cassisa in den vergangenen Spielen so ziemlich alles gelungen. Den Pitchern hat er die Bälle um die Ohren gehauen, in der Verteidigung hat er mit fehlerfreien Auftritten überzeugt. Am Samstag schlug Cassisa wieder einen Homerun, Tübingen gewann die Partie mit 11:2-Punkten, und so dürfte sich Tübingens Trainer Daniel Helle durchaus gefreut haben, als Cassia kurz vor Spielschluss der zweiten Partie die Möglichkeit erhielt, einen 2:4-Rückstand noch aufzuholen.

Wenige Momente später war Helle nur noch bedingt begeistert. Cassisa hatte einen weiteren Homerun um wenige Meter verfehlt, Ingolstadt war mit dem knappen Vorsprung ins Ziel eingetrudelt. „Wir haben uns schwer getan“, kommentierte Trainer Helle, sprach dabei von Ingolstadts erst 16 Jahre alten Pitcher Michael Wöhrl, der das Duell mit dem 35 Jahre alten Rückkehrer Martin Stein für sich entschieden hatte.

Stein bekam von seinem Trainer ansonsten nur wohlwollende Worte zu hören. „Er hat richtig stark angefangen, dann leicht nachgelassen“, sagte Helle. Stein musste notgedrungen die komplette zweite Partie des Tages bestreiten, weil den Tübingern lediglich acht Stammspieler für die neunköpfige Auswahl zur Verfügung standen.

Die Anwesenden überzeugten jedoch. Pitcher Dennis Jeworowski leistete sich im ersten Spiel des Tages nur eine winzige Schwächephase, Moritz Fischer aus der Hawks-Reserve, der den neunten Platz in der Aufstellung der Habichte zugesprochen bekommen hatte, fügte sich mit zwei Hits und zwei Runs Batted In sehr gut ein.

Die zweite Mannschaft der Hawks fuhr mit einem 23:22 gegen die Aalen Strikers unterdessen ihren dritten Sieg in der Baseball-Landesliga ein. In der Softball-Bundesliga teilten sich die SG Herrenberg/Tübingen und die Darmstadt Rockets die Punkte (2:14, 10:0). Herrenbergs amerikanischer Werferin Terri Mesko gelang dabei ein sogenannter No-Hitter, sie ließ nicht einen gegnerischen Hit zu.
Autor: jk